Gesamtschule Wanne-Eickel-Vulkan

Drehen eines Schraubengewindes: praktische Übung

Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts im Bereich Arbeitslehre sollen die Schüler/innen Einblicke in die Arbeitswelt erhalten. Neben den im Rahmen von KAoA stattfindenden Praxisphasen ermöglicht eine Betriebsbesichtigung im Fachunterricht allen Schüler/innen einen Einblick in einen Wirtschaftszweig eines mittelständischen Unternehmens. In diesem Fall ein metallverarbeitender Betrieb, der aus Herne seine Produkte auf dem Weltmarkt anbietet und in viele Länder verschickt. Die Besichtigung der verschiedenen Produktionshallen für die Kupplungsherstellung mit ihren großdimensionierten Maschinen und Erzeugnissen, aber auch die Eigenanfertigung eines kleinen Werkstücks aus Metall, vermittelte einerseits ein Gefühl für Material und Werkzeuge im Metallbereich, andererseits einen Blick auf reale Arbeitsplätze als Teil des Fertigungsverfahrens.

Interessiertes Zuhören: Ausbilder und Auszubildende informieren über den Betrieb und Ausbildungsmöglichkeiten

Die Anwendung eines Konstruktionsprogramms am Laptop erforderte von den Schüler/innen Durchhaltevermögen und die Fähigkeiten, Maus und Computerprogramm zu bedienen, als auch mathematische Kenntnisse anwendungstauglich einzusetzen. Gemeinsam hieß es Pommesgabeln bzw. Einkaufchips mit Hilfe eines 3D-Druckers zu produzieren. Neben den erlebbaren Eindrücken, konnten sich die SuS über die beiden von Vulkan angebotenen Ausbildungsberufe des Zerspanungsmechanikers/ Zerspanungs-mechanikerin und der Industriekauffrau/des Industriekaufmanns informieren. Auch wenn die Interessen beruflich eher in eine andere Richtung gehen, profitieren alle Schülerinnen und Schüler von dieser Art Kontakt zwischen Schule und Wirtschaft: Sie können ihren Blick für verschiedene Arbeitsplätze schärfen, erkennen, dass sich der Verwaltungstrakt schon optisch und durch seine Arbeitsatmosphäre von den lauten Produktionshallen mit verschiedenen „Duftnoten“, je nach Aufgabe im Produktionsprozess, unterscheidet. Sie erkennen, dass eine Vielzahl von Abteilungen miteinander handeln müssen, um ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich zu führen. Sie erleben die Regeln und Vorschriften, die die Mitarbeiter zu ihrer eigenen Sicherheit einhalten sollten, denn eine Produktion im Metallbereich bedeutet bei Missachtung der Sicherheitsvorschriften erhebliche Verletzungsgefahr für den Menschen. Und sie erkennen den technischen Wandel, wenn die Maschinen aus der Vergangenheit der Metallverarbeitung in der Lehrwerkstatt stehen und CAD-Maschinen den Produktionsgang immer weiter automatisieren und digitalisieren. Sie erleben Ausbilder und Auszubildende als nette, umgängliche Menschen, merken aber sehr wohl, dass der flapsige Umgangston zwischen Jugendlichen nicht in jeder Situation passend ist. Am Ende des Besuches war die einhellige Meinung in beiden Schüler/innen-Gruppen: „Der Tag hat sich gelohnt!“ Highlights waren für die einen die Besichtigung der Produktionshallen, für die anderen die eigenständige Anfertigung eines Metallkreisels.

Tanja Hellwig AW-Lehrerin und KAoA-Koordinatorin GE WE

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