Matthias-Claudius-Schule - Adam Opel GmbH

Matthias-Claudius-Schule und Stadtwerke Bochum schließen neue Partnerschaft

Nick Becker, Schulleiter Volkhard Trust, Bernd Wilmert Stadtwerke, Jonas Wedel auf gemeinsamer Fahrt
Das Boot wurde traditionsgemäß mit Ruhrwasser getauft
Nils Becker bei der Taufe

Die Taufe des ersten Bochumer Solarbootes am Kemnader Stausee bildete den stimmunsgvollen Rahmen für die feierliche Unterzeichnung der KSW-Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadtwerke Bochum GmbH und der Matthias-Claudius-Schule. Für Schule und Unternehmen ist es jeweils die dritte Partnerschaft im Kooperationsnetz. Sowohl die Stadtwerke Bochum als auch die MCS freuen sich darauf, in Zukunft gemeinsam viel für die Schüler dieser Stadt tun zu können.

Das Solarboot wurde im Rahmen der MCS-Juniorakademie von sechs Jugendlichen gebaut unter Anleitung der Chemikerin Kerstin Guse-Becker und des KFZ-Meisters Thomas Boutter. Die MCS Claudius – so der Name des neuen Bootes – wird von einem umweltfreundlichen Elektromotor angetrieben. Der Strom hierfür wird von einer Solarstation am Ufer abgasfrei bereitgestellt und in Batterien auf dem Boot mitgeführt.

Der Bau des Bootes ist Beleg für die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen. Die Stadtwerke Bochum und die MCS arbeiten schon länger miteinander. Zum Beispiel haben Jugendliche der MCS-Schülerakademie für die Stadtwerke den Schülerwettbewerb Apollo H2O vorbereitet und durchgeführt. Die KSW-Kooperationsvereinbarung dehnt die gemeinsamen Aktivitäten  auf die Fächer Deutsch, Kunst, Sozialwissenschaften, Chemie und Physik aus. Ein weiterer Schwerpunkt bilden gemeinsame Projekte im Rahmen der Berufsorientierung. Als langjährige Mitglieder des Kooperationsnetzes verfügen beide Partner bereits über große Erfahrung in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft.

Matthias-Claudius-Schule - Adam Opel GmbH

WAZ Bochum
Schulprojekt: Praxisplatz für Frickler

Bochum, 11.05.2009, Tom Jost

MCS Opel

Sponsoren richteten der Claudius-Gesamtschule eine „Opel-Werkstatt” ein, wo der Technik-Nachwuchs schrauben kann.
Die Halle steht bereit. Sie ist eingerichtet - sogar mit Hebebühne. An vernünftigem Werkzeug mangelt es nicht. Schon gar nicht an talentierten „Schraubern”. Eigentlich ist es nur der weibliche Nachwuchs, der eine Lücke lässt. Was Physik- und Technik-Lehrer Stefan Wentzel irgendwie gut verstehen kann: „Autos sind nicht unbedingt ein Thema für Mädchen.” Naja, zur Zeit jedenfalls nicht.

Für die „MCS-Juniorakademie” ist die neu eingeweihte „Opel-Werkstatt” allerdings so etwas wie ein Lotteriegewinn. Das außerschulische Kursangebot - inzwischen wahrgenommen von etwa 100 Schülern - verfügt nun über einen neuen festen Ort, an dem sich Praktisches erleben und erlernen lässt und der bei gutem Verlauf eine Brücke in die Berufswelt baut. Denn auch auf eine integrierte Gesamtschule wie die „Matthias Claudius” meldet man sich nicht zwingend an, um auf alle Fälle das Abi zu bauen.


„Wenn man 'was Schickes machen will, muss man schon mehrere Leute zusammenbringen”, ist Wentzels Devise. Und so trafen sich der Autobauer Opel, die RAG Bildung Opel GmbH und die Stiftung Mercator, um die jetzt eingeweihte „Opel-Halle” zu ermöglichen. Die Schüler können hier unter realen Praxisbedingungen technisches Können und professionelles Arbeiten lernen. Opel wiederum bekommt besten Kontakt zu interessierten „Auszubildenden von morgen”.

Ihre Visitenkarte haben die Claudius-Junioren in der Vergangenheit bereits gut bestückt: „Die Jungs nehmen Rasenmäher-Motoren auseinander und setzen sie zusammen, dasselbe mit den Aggregaten von Modellautos - das sind alles Schrauber, Bastler, Frickler”, lobt Stefan Wentzel. Nebenbei bauen sie Seifenkisten und haben beim Formel-Eins-Technikwettbewerb soeben den Landessieger gestellt.

Im Gegensatz zum Eröffnungstag, als ein Astra als Anschauungsobjekt parat stand, soll demnächst an einem geeigneten Gebrauchtwagen herumgeschraubt werden. Den - natürlich möglichst ein Opel - suchen die Jung-Techniker derzeit noch. Aber angesichts der vielen gegen Prämie abgewrackten Altautos sei es aktuell sehr schwierig, an ein vernünftiges Auto zum fairen Preis zu kommen, klagt der Projektleiter.

An einer andere Auto-Story schreibt gerade die schuleigene „Junior Car-Company”: Die will, finanziert von elterlichen Aktionären, einen kaputten Sportwagen erwerben, ihn reparieren, aufmöbeln und mit Gewinn wieder verkaufen. Kling, als sei da schon die nächste Stufe im Visier: die der „Geschäftsleute von morgen”.

Matthias-Claudius-Schule kooperiert mit Opel

Opel Kooperation

Mitarbeiter des Automobilherstellers in Bochum und Lehrer der privaten Gesamtschule haben über einen längeren Zeitraum eine ganze Liste gemeinsamer Projekte für die Unterrichtsfächer Arbeitslehre, Wirtschaft, Technik und Sozialwissenschaften erarbeitet. Am 7. Februar 2006 war es endlich soweit: Der Direktor des Opelwerkes Uwe Fechtner und Schulleiter Volkhard Trust (3. bzw. 4. v. l.) setzten ihre Unterschrift unter den Vertrag. Frau Leuer vom KSW-Büro hat den Prozess bis hin zum fertigen Vertrag intensiv betreut.

In ihren Reden wiesen beide bei der Veranstaltung am 7. Februar auf die besondere Bedeutung dieses Kooperationsvertrages hin. Wirtschaftsunternehmen und Schule kommen in einen guten und produktiven Kontakt, der für beide Seiten wichtig ist. Schule kommt in die Wirtschaft, öffnet sich nach außen und vermittelt wertvolle Handlungs-, Praxis- und Berufsweltorientierung. Auf der anderen Seite kommt Wirtschaft in die Schule und gewinnt wichtige Einblicke in die Welt der Schule. Hier werden die Mitarbeitenden für morgen ausgebildet.

Uwe Fechtner nahm sich im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung Zeit für einen Rundgang durch die Schule. Beim abschließenden Stehimbiss blieb Zeit für informelle Gespräche. Alle waren sich einig: Das war ein guter Start für eine hoffentlich produktive Kooperation.

Jörg Mathern
(Lehrer an der Matthias-Claudius-Schule)

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