Otto Hahn -Gymnasium - GEA Air Treatment

Otto Hahn-Gymnasium - GEA Air Treatment

Interview: Gedanklicher Ausflug in die Zukunft

Herne, 20.05.2009, Zeus-Reporterinnen

Zeus-Reporter haben sich beim Herner Unternehmen Gea über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten erkundigt.

Im Rahmen der Berufswahlorientierung, die am Otto-Hahn-Gymnasium in der Jahrgangsstufe 8 im Deutschunterricht thematisiert wurde, besuchte ein Zeus-Reporterteam das Herner Unternehmen Gea. Dort wurden Auszubildende an ihrem Theorietag interviewt.

Wer oder was ist Gea?

Gea – ursprünglich „Gesellschaft für Entstaubungsanlagen” – ist ein erfolgreicher Technologiekonzern, dessen Schwerpunkte bei der Prozess-, Energie- und Lufttechnik liegen. 250 Gesellschaften in 50 Ländern mit rund 21 000 Mitarbeitern sind in der ganzen Welt verteilt.

Könnte ich mir vorstellen, nach der Schule dort eine Ausbildung zu machen?

Es sollte eine erfolgreiche schulische Laufbahn mit einem abschließenden Abitur vorhanden sein, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten, und man sollte teamfähig sein. Da diese Fähigkeit sehr wichtig ist, gibt es bei der Gea einmal in der Woche Teamspiele. In Herne ist allerdings nur der Ausbildungsbereich zum Industriekaufmann/ zur Industriekauffrau möglich. Vorkenntnisse, wie die Rechtschreibung, Mathe und Fremdsprachen sollten vorhanden sein.

Wieso sollte man ausgerechnet zur Gea gehen?

Aus folgenden Gründen ist die Gea ein Unternehmen, das einem auch in der Ausbildungszeit einiges bietet: Je nach Auswahl, hat man einen vierwöchigen Auslandsaufenthalt, für den die englische Sprache sehr wichtig sein kann. Um diese auch in wirtschaftlichen Bereichen perfekt beherrschen zu können, gibt es neben dem Werksunterricht auch einen Englischunterricht, der einmal in der Woche stattfindet.

Es gibt ja auch den dualen Studiengang – was ist das überhaupt?

Das Ziel solch einer Ausbildung ist die Vernetzung von Theorie und Praxis, zwei Abschlüsse sowie selbstständiges Lernen. Allerdings muss es nicht bei einer Ausbildung bleiben, man kann auch gleichzeitig mit einem dreijährigen Studium anfangen, um dann je nach Spezialisierung Wirtschaftsinformatiker/in, Wirtschaftsingenieure/in oder Betriebswirt/in zu werden.

Alles in allem ist die Berufswahlorientierung ja noch so weit weg, aber es ist mal ganz interessant, einen gedanklichen Ausflug in seine mögliche Zukunft zu starten...

Alyssia Cakal, Neila Hukic, Klasse 8d, Otto-Hahn-Gymnasium

Big partner

Herne, 03.06.2008, Von Mirco Stodollick

Das Kooperationsnetz Schule-Wirtschaft wächst:
Am Dienstag haben das Otto-Hahn-Gymnasium und GEA Air Treatment eine Partnerschaft vertraglich fixiert, die beiden Seiten einen Nutzen bringen soll.

Ziel der Kooperation von Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) und GEA Air Treatment ist es,Schülern ab der achten Klasse ab dem neuen Schuljahr Einblicke in die Arbeitswelt der Klimatechnik-Spezialisten von GEA zu ermöglichen, die eine Schule so nie bieten könnte. In einjähriger Vorbereitung der Kooperationsvereinbarung haben Gymnasium und Unternehmen vielfältige Möglichkeiten gefunden, wo Wirtschaft für Schüler am Beispiel GEA praxisnah erlebbar werden kann.

So werden GEA-Techniker in den Physik-Unterricht kommen und mit Schülern Experimente zur Lüftungstechnik machen, im Deutsch-Unterricht gibt die Personalabteilung Tipps für eine gelungene Bewerbung, in den Sozialwissenschaften soll der Strukturwandel im Ruhrgebiet am Exempel GEA veranschaulicht werden, in Erdkunde werden die Herausforderungen Thema sein, denen sich das Unternehmen von der Südstraße am globalisierten Markt stellen muss. Darüber hinaus sind Schüler-Exkursionen ins Unternehmen geplant.

Den Start macht das Unternehmen nach den Sommerferien in der neuen Jahrgangsstufe 13: Hier will die GEA die beruflichen Chancen in ihrem Haus aufzeigen. Diese seien enorm, so der Geschäftsführer der GEA Air Treatment, Dr. Hugo Blaum. Im Unternehmen gebe es eine große Bandbreite an beruflichen Tätigkeiten - auch wenn die technischen Berufe dominierten, so gebe es etwa auch Rechtsanwälte oder Kaufleute.

Hier liegt auch das Interesse der GEA an ihrer zweiten Kooperation nach der mit dem Lessing-Gymnasium in Bochum: Laut Blaum hat es das Unternehmen zunehmend schwer, qualifiziertes Personal vor allem in den Ingenieursberufen, fürs Controlling oder bei den Technikern zu finden. Die Zeit, als Konzerne aus Kostengründen die Ausbildung eigenen Nachwuchses vernachlässigt und sich "fertige" Leute vom Markt gekauft hätten, sei vorbei. Sprich: Unternehmen spüren den Wettbewerb um guten Nachwuchs - und verstärken ihr Bemühen, junge Menschen für sich zu gewinnen. Mit dem Engagement in Schulen wolle die GEA Jugendlichen "die Angst vor der Wirtschaft nehmen" und sie frühzeitig "emotional an unser Unternehmen binden", so Blaum. Er stellt für OHG-Schüler Ferienjobs und Praktika sowie - im Falle eines späteren Studiums - die Begleitung bei Studien- und Diplomarbeiten in Aussicht.

Schulleiter Egon Steinkamp verspricht sich von der Kooperation ein dickes Plus für die Schüler, die in der schnelllebigen und fordernden Zeit zwingend auf Berufswahlorientierung angewiesen seien. Zu viele Schüler entschieden sich für das Falsche, was die hohe Abbrecherquote an Unis beweise. Die Kooperation mit GEA könne den Schülern zeigen, "wie breit auch das Angebot vor der eigenen Haustür ist", so Steinkamp. So sei der gestrige Tag "ein guter Tag für das Otto-Hahn-Gymnasium und auch ein guter Tag für die GEA" gewesen.

Neue Partnerschaft in Herne

Der Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums Herr Steinkamp und der Geschäftsführer der GEA Air-Treatment, Herr Dr. Blaum, bei der Unterzeichnung

In Herne schlossen das Otto Hahn -Gymnasium und die GEA Air-Treatment GmbH eine Vereinbarung über eine KSW-Lernpartnerschaft.

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